1. Ideen auf die Straße!

Plötzlich sitzen Nachbar*innen zusammen. Plötzlich wird der Lebensraum größer, weil weniger Autos parken. Was ist passiert? Ganz einfach: Die Wanderbaumallee ist da! Um öde Ecken in lebendige Orte zu verwandeln, haben wir das Stuttgarter Wanderbaum-Modul entwickelt. Eine Sitzgelegenheit, in deren Mitte ein Baum oder blühende Stauden passen. Als Material haben wir Holz gewählt. Einen natürlichen Werkstoff, der sonst kaum im Straßenraum zu finden ist. Dort wirken Blech, Stahl und Beton eher abweisend als einladend. Wir möchten dagegen den öffentlichen Raum als „Wohnzimmer“ für alle erlebbar machen. Mit zeitlich begrenzten Aktionen bringen wir Ideen für mehr Lebensqualität ins Quartier. Ganz im Sinne von „Tactical Urbanism” und „Placemaking“. Das sind Methoden der Stadtentwicklung. Sie regen Nachbarschaften an, ihr Umfeld mitzugestalten. Und ihr Viertel aufblühen zu lassen.

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Tipp

Dank der Modularität könnt ihr alle eure Ideen ausprobieren: alle Baummodule zusammen, in Dreiergruppen, ein riesiger Sitzbereich, an der Straßenkreuzung usw. Gut dokumentiert, könnte dies der Beginn eines Prozesses zur Umgestaltung der Straße sein.

2. Die perfekte Form

Das Tüfteln hat sich gelohnt: Unsere Module sind vielseitig nutzbar! Mit den Außenmaßen 1,20 m auf 1,20 m können wir uns frei im Stuttgarter Straßenraum bewegen. Je zwei große Bambusstangen schieben wir für die Baumwanderung durch die Holzkisten durch. So lassen sich die Module wie eine Schubkarre von einer oder zwei Personen  schieben. Ganz wichtig sind gute Räder. Unsere sind etwas größer als die Reifen einer Sackkarre. Die Sitzflächen haben eine gemütliche Höhe von 50 cm. Ideal zum Platznehmen, Picknicken, Lesen, Reden – und noch ein bisschen länger Bleiben.

 

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3. Bausätze zum Losschrauben

Unsere Module haben wir ganz unkompliziert gestaltet. Wir arbeiten mit 20 mm dicken Seekieferplatten, die wir in einer Schreinerei zusägen lassen. Die Einzelteile aus Holz lassen sich dann später wie ein Bausatz zusammenschrauben. Ihr braucht also keine Spezialwerkzeuge oder -materialien. Ihr könnt einfach mit Akkuschraubern loslegen! Eine Person im Team sollte sich mit Holzbearbeitung auskennen und die anderen etwas anleiten können. Ganz bewusst schrauben wir nur und kleben nicht. Mit diesem zirkulären Ansatz können wir später einzelne Teile leicht austauschen. So vermeiden wir Abfälle und schonen Ressourcen. Schadhafte Holzteile wandern in den Recyclingkreislauf. Auch unsere Oberflächenbehandlung ist umweltfreundlich. Um die Module wetterfest zu machen, empfehlen wir sie mit schadstofffreiem Leinöl zu streichen.

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4. Standfeste Leichtgewichte

Klingt ein bisschen paradox: Die Module sollen möglichst leicht sein, sodass wir sie gut schieben können. Gleichzeitig müssen sie so schwer sein, dass Wind und Wetter sie nicht umreißen. Unsere Lösung: Wir packen nach der Baumwanderung zehn Beton-Bodenplatten à 10 Kilo in die Module. Wenn auch ihr die Module beschwert, dann denkt daran, die Gewichte separat zum neuen Standort zu transportieren. So bleiben die Baummodule leicht genug für die Wanderung. Am neuen Standort gebt ihr den Modulen zusätzlichen Halt, indem

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5. Einlagern und aufpolieren

Wenn die Bleibebäume eingepflanzt sind, brauchen die Module ein trockenes Winterquartier. Dort lagern sie dann bis zur nächsten Saison. Bevor es im Frühjahr wieder auf Wanderbaum-Reise geht, checken wir alle Teile genau durch. In seltenen Fällen müssen wir Holzplatten austauschen. Die Oberflächen säubern und glätten wir. Die geschliffenen Modulteile streichen wir dann wieder mit Leinöl. Das natürliche Mittel schützt das Holz vor Regen und Gießwasser. Wenn ihr’s richtig frühlingsfrisch mögt, probiert mal eine umweltfreundliche Leinölfarbe mit Pigmenten aus. Wir finden, dass es super aussieht!

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„How to Wanderbaumallee“ ist ein 2023 durchgeführtes Projekt von Tilia e.V.

Inhalt und Redaktion: Tilia e.V.
Grafik und Gestaltung: Gabriella Micciche
Text: Annik Aicher

Finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.